Category Archives: Dutch archives

Lage in den Niederlanden bleibt angespannt

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Lage in den Niederlanden bleibt angespannt

Nach drei Krawall-Nächten in Folge blieb die Lage in den Niederlanden in der Nacht zum Mittwoch weitgehend ruhig. Die Polizei versuchte mit einem Großaufgebot, die Randalierer von weiteren Ausschreitungen abzuhalten. In Rotterdam wurden mehrere Menschen vorsorglich festgenommen. Die Lage hier und in anderen Städten blieb angespannt. Aus Angst vor erneuten Gewaltausbrüchen schlossen einige Geschäfte vorzeitig. Zudem wurden Notverordnungen erlassen, um den Strafverfolgungsbehörden mehr Befugnisse zu geben. Bei den Ausschreitungen in den Tagen zuvor waren rund 500 Menschen festgenommen worden. Die erste Ausgangssperre in den Niederlanden seit dem Zweiten Weltkrieg war am Samstag trotz wochenlang rückläufiger Corona-Infektionen verhängt worden. Das nahmen Gruppen von überwiegend jungen Männern in den vergangenen Nächten zum Anlass, ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen.
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27.01.2021, 07:54 Uhr

In der Nacht zum Mittwoch gab es im Gegensatz zu den vorherigen Nächten aber kaum Randale.


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Erfolg als Schicksalsschlag: Peter Schilling wird 65

NDW-Star
Erfolg als Schicksalsschlag: Peter Schilling wird 65

«Major Tom» machte ihn berühmt: Peter Schilling wird 65. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa
© dpa-infocom GmbH

27.01.2021, 07:52 Uhr

Mit «Major Tom» surfte Peter Schilling einst höchst erfolgreich die Neue Deutsche Welle. Das ist inzwischen schon rund vier Jahrzehnte her – und «Major Tom» hat Nachwuchs bekommen.

Er gehörte zu den großen Stars der Neuen Deutschen Welle: Mit seinem Hit «Major Tom» hat Peter Schilling Musikgeschichte geschrieben.

Auch wenn das inzwischen schon knapp 40 Jahre her ist und das Lied sein einziger ganz großer musikalischer Erfolg blieb – tatenlos ist er nicht, ganz im Gegenteil. Er hat eine erfolgreiche Kinderbuchreihe mit dem Titel «Der kleine Major Tom» auf den Markt gebracht, gerade ein neues Album veröffentlicht – und an diesem Donnerstag (28. Januar) wird er 65.

«Ich hab mit 12 angefangen, Musik zu machen und ich kann gar nicht aufhören, Musik zu machen», sagt er im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München.

53 Jahre nach diesem Start in die Musikkarriere blickt er mit Erstaunen auf die Zahl, die heute sein Alter beschreiben soll. «Ich sehe die Zahl und ich frage mich: Was ist das? Ich verstehe es nicht. Aber ich habe im Moment noch nicht das Gefühl, irgendwas nicht tun zu können. Allerdings werde ich nicht mehr anfangen, Profifußballer werden zu wollen. Ich habe keine Angst vorm Alter.» Feiern will er trotzdem nicht groß. Corona.

«Mir ist persönlich ist in diesen Zeiten nicht zum Feiern zumute. Ich werde mir gedanklich eine innere Kerze anzünden und voller Demut auf mein bisher gelebtes Leben schauen. Das Schönste ist: Ich habe eine Zukunft, und das beruhigt. Ich weiß noch nicht, wie es mit 70 aussieht – das ist spannend. Ich wollte nie wissen, was in fünf Jahren ist.»

Seinen allerersten Auftritt hatte er einst auf einer Beachparty in Ganderkesee bei Bremen, erinnerte er sich einmal. «Das war die wunderbare Single ‘Gib her das Ding’ – ein Meisterwerk. Den Text kenn ich heute noch.» Danach ging es steil bergauf. Anfang der 1980er Jahre der Durchbruch mit seinem Klassiker «Major Tom» über einen Astronauten, der wegen eines unlösbaren Problems in seinem Raumschiff gefangen ist und von dort aus die Erde betrachtet. Das Lied wurde Nummer eins der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die englische Version schaffte es in die Top Ten der amerikanischen Musikcharts.

«So ein Erfolg, wie ich ihn über Nacht erlebt habe, ist natürlich ein Einschnitt, ein Schicksalsschlag, eine Schicksalsfügung», sagt Schilling im dpa-Interview. «Es macht viel mit einem, wenn man auf einmal nicht mehr unerkannt über die Straße gehen kann. Von Erfolg zu träumen oder Erfolg zu haben, sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel. Die ganze Verantwortung findet im Traum nicht statt. Leider gibt es keine Schule für Berühmtwerden. Die müsste es eigentlich geben.»

Auf den steilen Aufstieg folgte aber der jähe Fall, den Schilling psychisch und körperlich zu spüren bekam. Der gelernte Reisebürokaufmann fühlt sich überfordert, nimmt immer weiter ab. «Den Abstieg gab es nicht in Form des beruflichen Daseins, sondern in Form des persönlichen, körperlichen Zusammenbruchs.

Ich musste aufhören, sonst würde ich heute nicht mehr hier sitzen. Das war wirklich kurz vor knapp. Ich wog damals 52 Kilo», sagte er vor seinem 60. Geburtstag. Damals klangen ihm noch die Worte seines Managers in den USA in den Ohren, der gesagt haben soll, Schilling hätte eines Tages im Madison Square Garden, jener berühmten Arena in New York, auftreten können.

«Es gab viele, viele positive Aspekte am Berühmtsein. Aber man lernt auch den Faktor Neid kennen – vor allem meiner damaligen Erfahrung nach in Deutschland. Der Faktor Neid ist hier sehr präsent. Ich habe aber das Gefühl, je länger der große Hype vorbei ist, desto mehr Respekt wird mir hier in meiner Heimat gezollt», sagt er fünf Jahre später.

Eigentlich würde er sein neues Album «Vis Viva» gerne auf einer Tournee präsentieren. So gut wie dieses sei nämlich noch keins gewesen: «Wohl jeder Künstler sagt immer, das aktuelle Album ist das beste, auch ich habe das Gefühl jedes Mal und so auch dieses Mal. Es ist gesungene Zukunftsforschung ein wunderschöner Blick auf die Welt.» Doch auch hier: Corona. Jetzt will er sich Zeit lassen mit einer Tournee.

«Ich hole jetzt die Glaskugel raus und darin sehe ich, dass wohl die meisten Musiker in 2022 auf Tournee geben werden wollen, ich aber nicht. Ich lasse es auf mich zukommen und warte ab und gucke, was die Kollegen so machen. Außer 80 Millionen Menschen fordern, dass ich auf die Bühne gehe. Dann lasse ich mich überreden.»

dpa

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E-Ladenetz soll kundenfreundlich werden

Beim Shoppen oder zu Hause
E-Ladenetz soll kundenfreundlich werden

In einem Schnellladepark für E-Autos des Energiekonzerns EnBW am Durlach Center, einem Einkaufszentrum, wird ein Auto aufgeladen. Foto: Uli Deck/dpa
© dpa-infocom GmbH

27.01.2021, 07:52 Uhr

Wer über den Kauf eines Elektroautos nachdenkt, wird unweigerlich eine Frage haben: Wo kann ich das Fahrzeug laden? Das Ladenetz wächst. Doch im Detail ist entscheidend, wo genau eine Ladesäule steht – und wie schnell das E-Auto geladen wird.

Beim Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektroautos wollen Anbieter den Kunden im wörtlichen Sinne entgegenkommen. So verkündete Shell Anfang der Woche, den Anbieter Ubitricity kaufen zu wollen, der Lademöglichkeiten beispielsweise in Laternenmasten und Poller bauen will.

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW wiederum setzt auf «urbane Schnellladeparks», die Fahrern das Laden dort ermöglichen, wo sie das Auto im Alltag eh stehen haben.

Anders als beim Tanken eines Verbrenners sehen die Abläufe bei E-Autos nach Einschätzung des Unternehmens anders aus: «Das Laden fügt sich in die tägliche Routine ein – ob man nun gerade einkauft, arbeitet oder zu Hause ist», erklärte eine Sprecherin. Man fahre nicht extra tanken, das Laden werde in der Regel nebenher erledigt.

Je nach Berechnungen finden 15 bis 40 Prozent der Ladevorgänge im öffentlichen Raum statt – etwa an Raststätten oder auf Parkplätzen von Supermärkten. An solchen Orten will daher auch die EnBW Möglichkeiten zum superschnellen Laden mit bis zu 300 Kilowatt anbieten. Am Mittwoch (13.00) Uhr möchte Konzernchef Frank Mastiaux bei einer digitalen Veranstaltung einen solchen Park in Karlsruhe eröffnen, der Heimatstadt des Unternehmens. Am Durlach Center, einem Einkaufszentrum, stehen sechs Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein umstrittenes Thema. Kürzlich hatte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, hierbei die Wohnungs- sowie Energiewirtschaft und wegen des Tankstellennetzes an den Autobahnen die Mineralölindustrie in die Pflicht genommen. Die Autoindustrie leiste ihren Beitrag zum Ausbau, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Aber wir brauchen natürlich ein Netz, das auch an den Autobahnen zur Verfügung steht.»

Getrieben durch höhere staatliche Kaufprämien erlebten E-Fahrzeuge 2020 einen Verkaufsboom, auch wenn auf deutschen Straßen nach wie vor Benziner und Diesel dominieren. Die Frage ist, ob der Ausbau des Ladenetzes mit steigenden Neuzulassungen der E-Autos Schritt hält.

Aktuell gibt es nach Angaben des Energieverbandes BDEW von Anfang Dezember rund 33 000 öffentliche Ladepunkte. Aber nur jeder zehnte ist ein Schnelllader. Und je nach Region kann es passieren, dass die nächste öffentliche Ladestation nicht gerade an der nächsten Ecke ist. An den Ladepunkten kommen bisher zudem sehr unterschiedliche Preismodelle zum Einsatz, das sorgt für Ärger bei Kunden.

Die EnBW hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr knapp die Hälfte aller Standorte für ultraschnelles Laden in Deutschland gebaut. Damit betreibe sie mehr solcher Schnellladestandorte als Tesla und Ionity zusammen, sagte eine Sprecherin. Solche Ladesäulen der EnBW gebe es auch an jeder dritten Autobahnraststätte.

«Durchschnittlich nehmen wir jeden Tag einen neuen Standort in Betrieb», erklärte die Sprecherin. Noch in diesem Jahr sollen es 1000 deutschlandweit sein. Rund 100 Millionen Euro seien bis 2025 jedes Jahr für den weiteren Ausbau geplant. Um dabei nah am Kunden zu sein, setzt der Konzern auf Partnerschaften etwa mit Baumärkten und Drogeriemärkten. Die Idee dabei: Elektroautofahrer suchen sich fürs Einkaufen ein Ziel, an dem sie parallel laden können.

Die Bundesregierung hat einen «Masterplan Ladeinfrastruktur» erarbeitet. Ziel ist ein flächendeckendes und kundenfreundliches Ladenetz. Derzeit sind verschiedenen Vorhaben in der Mache.

Allerdings knirscht es bei einigen: Die EnBW etwa kritisiert ein geplantes Schnellladegesetz. Damit soll ein flächendeckender, über den aktuellen Bedarf hinausgehender Ausbau von öffentlich zugänglichen Schnellladepunkten gewährleistet werden – über ein staatliches Ausschreibungssystem. Eine Förderung geht aus Sicht der EnBW aber zulasten der Anbieter, die schon Schnellladepunkte betrieben. Und wenn die Bundesregierung ihre Förderung an Preisobergrenzen für Ladevorgänge koppele, führe das «zu einem ruinösen Wettbewerb für die Bestandsinfrastruktur», argumentierte das Unternehmen in einem Schreiben, das der «Welt am Sonntag» vorlag.

Knatsch gibt es auch an anderer Stelle. Es geht um die Frage: Was passiert, wenn in ein paar Jahren Millionen von E-Autos gleichzeitig abends privat in der Garage geladen werden? Ziel ist eine bessere Steuerung der Stromnetze, damit diese nicht überlastet werden.

Einem Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium zufolge sollten Stromanbieter quasi eine Zwangsladepause verordnen können, wenn eine Überlastung des Netzes drohen würde. VDA-Präsidentin Müller kritisierte in der «Welt am Sonntag»: «Was Spitzenglättung genannt wird, bedeutet für die Kunden leider Abschalten.» Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zog den Entwurf zurück, weil dieser nicht seine Billigung habe. Er lege «größten Wert» darauf, dass der Hochlauf der E-Mobilität schnell und für alle Beteiligten verlässlich erfolge.

Das wiederum brachte die Energiewirtschaft auf die Palme. Die BDEW-Chefin Kerstin Andreae schimpfte, es werde ohne Not eine «Reichweiten-Angst» herbeigeredet. Es sei klug, in einem kurzen Zeitfenster die Ladeleistung an die aktuelle Situation im jeweiligen Stromverteilnetz anzupassen. «Dass das dazu führen könnte, dass ein E-Autofahrer nur aufgrund dieses zeitlich eng begrenzten Eingriffs mit leerer Batterie dasteht, ist ein konstruiertes Beispiel.»

dpa

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Nach drei Krawall-Nächten in Folge blieb die Lage in den Niederlanden in der Nacht zum Mittwoch weitgehend ruhig. Die Polizei versuchte mit einem Großaufgebot, die Randalierer von weiteren Ausschreitungen abzuhalten. In Rotterdam wurden mehrere Menschen vorsorglich festgenommen. Die Lage hier und in anderen Städten blieb angespannt. Aus Angst vor erneuten Gewaltausbrüchen schlossen einige Geschäfte vorzeitig. Zudem wurden Notverordnungen erlassen, um den Strafverfolgungsbehörden mehr Befugnisse zu geben. Bei den Ausschreitungen in den Tagen zuvor waren rund 500 Menschen festgenommen worden. Die erste Ausgangssperre in den Niederlanden seit dem Zweiten Weltkrieg war am Samstag trotz wochenlang rückläufiger Corona-Infektionen verhängt worden. Das nahmen Gruppen von überwiegend jungen Männern in den vergangenen Nächten zum Anlass, ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen.
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«Major Tom» machte ihn berühmt: Peter Schilling wird 65. Foto: picture alliance / Matthias Balk/dpa
© dpa-infocom GmbH

27.01.2021, 07:52 Uhr

Mit «Major Tom» surfte Peter Schilling einst höchst erfolgreich die Neue Deutsche Welle. Das ist inzwischen schon rund vier Jahrzehnte her – und «Major Tom» hat Nachwuchs bekommen.

Er gehörte zu den großen Stars der Neuen Deutschen Welle: Mit seinem Hit «Major Tom» hat Peter Schilling Musikgeschichte geschrieben.

Auch wenn das inzwischen schon knapp 40 Jahre her ist und das Lied sein einziger ganz großer musikalischer Erfolg blieb – tatenlos ist er nicht, ganz im Gegenteil. Er hat eine erfolgreiche Kinderbuchreihe mit dem Titel «Der kleine Major Tom» auf den Markt gebracht, gerade ein neues Album veröffentlicht – und an diesem Donnerstag (28. Januar) wird er 65.

«Ich hab mit 12 angefangen, Musik zu machen und ich kann gar nicht aufhören, Musik zu machen», sagt er im Interview der Deutschen Presse-Agentur in München.

53 Jahre nach diesem Start in die Musikkarriere blickt er mit Erstaunen auf die Zahl, die heute sein Alter beschreiben soll. «Ich sehe die Zahl und ich frage mich: Was ist das? Ich verstehe es nicht. Aber ich habe im Moment noch nicht das Gefühl, irgendwas nicht tun zu können. Allerdings werde ich nicht mehr anfangen, Profifußballer werden zu wollen. Ich habe keine Angst vorm Alter.» Feiern will er trotzdem nicht groß. Corona.

«Mir ist persönlich ist in diesen Zeiten nicht zum Feiern zumute. Ich werde mir gedanklich eine innere Kerze anzünden und voller Demut auf mein bisher gelebtes Leben schauen. Das Schönste ist: Ich habe eine Zukunft, und das beruhigt. Ich weiß noch nicht, wie es mit 70 aussieht – das ist spannend. Ich wollte nie wissen, was in fünf Jahren ist.»

Seinen allerersten Auftritt hatte er einst auf einer Beachparty in Ganderkesee bei Bremen, erinnerte er sich einmal. «Das war die wunderbare Single ‘Gib her das Ding’ – ein Meisterwerk. Den Text kenn ich heute noch.» Danach ging es steil bergauf. Anfang der 1980er Jahre der Durchbruch mit seinem Klassiker «Major Tom» über einen Astronauten, der wegen eines unlösbaren Problems in seinem Raumschiff gefangen ist und von dort aus die Erde betrachtet. Das Lied wurde Nummer eins der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die englische Version schaffte es in die Top Ten der amerikanischen Musikcharts.

«So ein Erfolg, wie ich ihn über Nacht erlebt habe, ist natürlich ein Einschnitt, ein Schicksalsschlag, eine Schicksalsfügung», sagt Schilling im dpa-Interview. «Es macht viel mit einem, wenn man auf einmal nicht mehr unerkannt über die Straße gehen kann. Von Erfolg zu träumen oder Erfolg zu haben, sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel. Die ganze Verantwortung findet im Traum nicht statt. Leider gibt es keine Schule für Berühmtwerden. Die müsste es eigentlich geben.»

Auf den steilen Aufstieg folgte aber der jähe Fall, den Schilling psychisch und körperlich zu spüren bekam. Der gelernte Reisebürokaufmann fühlt sich überfordert, nimmt immer weiter ab. «Den Abstieg gab es nicht in Form des beruflichen Daseins, sondern in Form des persönlichen, körperlichen Zusammenbruchs.

Ich musste aufhören, sonst würde ich heute nicht mehr hier sitzen. Das war wirklich kurz vor knapp. Ich wog damals 52 Kilo», sagte er vor seinem 60. Geburtstag. Damals klangen ihm noch die Worte seines Managers in den USA in den Ohren, der gesagt haben soll, Schilling hätte eines Tages im Madison Square Garden, jener berühmten Arena in New York, auftreten können.

«Es gab viele, viele positive Aspekte am Berühmtsein. Aber man lernt auch den Faktor Neid kennen – vor allem meiner damaligen Erfahrung nach in Deutschland. Der Faktor Neid ist hier sehr präsent. Ich habe aber das Gefühl, je länger der große Hype vorbei ist, desto mehr Respekt wird mir hier in meiner Heimat gezollt», sagt er fünf Jahre später.

Eigentlich würde er sein neues Album «Vis Viva» gerne auf einer Tournee präsentieren. So gut wie dieses sei nämlich noch keins gewesen: «Wohl jeder Künstler sagt immer, das aktuelle Album ist das beste, auch ich habe das Gefühl jedes Mal und so auch dieses Mal. Es ist gesungene Zukunftsforschung ein wunderschöner Blick auf die Welt.» Doch auch hier: Corona. Jetzt will er sich Zeit lassen mit einer Tournee.

«Ich hole jetzt die Glaskugel raus und darin sehe ich, dass wohl die meisten Musiker in 2022 auf Tournee geben werden wollen, ich aber nicht. Ich lasse es auf mich zukommen und warte ab und gucke, was die Kollegen so machen. Außer 80 Millionen Menschen fordern, dass ich auf die Bühne gehe. Dann lasse ich mich überreden.»

dpa

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E-Ladenetz soll kundenfreundlich werden

Beim Shoppen oder zu Hause
E-Ladenetz soll kundenfreundlich werden

In einem Schnellladepark für E-Autos des Energiekonzerns EnBW am Durlach Center, einem Einkaufszentrum, wird ein Auto aufgeladen. Foto: Uli Deck/dpa
© dpa-infocom GmbH

27.01.2021, 07:52 Uhr

Wer über den Kauf eines Elektroautos nachdenkt, wird unweigerlich eine Frage haben: Wo kann ich das Fahrzeug laden? Das Ladenetz wächst. Doch im Detail ist entscheidend, wo genau eine Ladesäule steht – und wie schnell das E-Auto geladen wird.

Beim Ausbau der Lade-Infrastruktur für Elektroautos wollen Anbieter den Kunden im wörtlichen Sinne entgegenkommen. So verkündete Shell Anfang der Woche, den Anbieter Ubitricity kaufen zu wollen, der Lademöglichkeiten beispielsweise in Laternenmasten und Poller bauen will.

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW wiederum setzt auf «urbane Schnellladeparks», die Fahrern das Laden dort ermöglichen, wo sie das Auto im Alltag eh stehen haben.

Anders als beim Tanken eines Verbrenners sehen die Abläufe bei E-Autos nach Einschätzung des Unternehmens anders aus: «Das Laden fügt sich in die tägliche Routine ein – ob man nun gerade einkauft, arbeitet oder zu Hause ist», erklärte eine Sprecherin. Man fahre nicht extra tanken, das Laden werde in der Regel nebenher erledigt.

Je nach Berechnungen finden 15 bis 40 Prozent der Ladevorgänge im öffentlichen Raum statt – etwa an Raststätten oder auf Parkplätzen von Supermärkten. An solchen Orten will daher auch die EnBW Möglichkeiten zum superschnellen Laden mit bis zu 300 Kilowatt anbieten. Am Mittwoch (13.00) Uhr möchte Konzernchef Frank Mastiaux bei einer digitalen Veranstaltung einen solchen Park in Karlsruhe eröffnen, der Heimatstadt des Unternehmens. Am Durlach Center, einem Einkaufszentrum, stehen sechs Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein umstrittenes Thema. Kürzlich hatte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, hierbei die Wohnungs- sowie Energiewirtschaft und wegen des Tankstellennetzes an den Autobahnen die Mineralölindustrie in die Pflicht genommen. Die Autoindustrie leiste ihren Beitrag zum Ausbau, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. «Aber wir brauchen natürlich ein Netz, das auch an den Autobahnen zur Verfügung steht.»

Getrieben durch höhere staatliche Kaufprämien erlebten E-Fahrzeuge 2020 einen Verkaufsboom, auch wenn auf deutschen Straßen nach wie vor Benziner und Diesel dominieren. Die Frage ist, ob der Ausbau des Ladenetzes mit steigenden Neuzulassungen der E-Autos Schritt hält.

Aktuell gibt es nach Angaben des Energieverbandes BDEW von Anfang Dezember rund 33 000 öffentliche Ladepunkte. Aber nur jeder zehnte ist ein Schnelllader. Und je nach Region kann es passieren, dass die nächste öffentliche Ladestation nicht gerade an der nächsten Ecke ist. An den Ladepunkten kommen bisher zudem sehr unterschiedliche Preismodelle zum Einsatz, das sorgt für Ärger bei Kunden.

Die EnBW hat nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr knapp die Hälfte aller Standorte für ultraschnelles Laden in Deutschland gebaut. Damit betreibe sie mehr solcher Schnellladestandorte als Tesla und Ionity zusammen, sagte eine Sprecherin. Solche Ladesäulen der EnBW gebe es auch an jeder dritten Autobahnraststätte.

«Durchschnittlich nehmen wir jeden Tag einen neuen Standort in Betrieb», erklärte die Sprecherin. Noch in diesem Jahr sollen es 1000 deutschlandweit sein. Rund 100 Millionen Euro seien bis 2025 jedes Jahr für den weiteren Ausbau geplant. Um dabei nah am Kunden zu sein, setzt der Konzern auf Partnerschaften etwa mit Baumärkten und Drogeriemärkten. Die Idee dabei: Elektroautofahrer suchen sich fürs Einkaufen ein Ziel, an dem sie parallel laden können.

Die Bundesregierung hat einen «Masterplan Ladeinfrastruktur» erarbeitet. Ziel ist ein flächendeckendes und kundenfreundliches Ladenetz. Derzeit sind verschiedenen Vorhaben in der Mache.

Allerdings knirscht es bei einigen: Die EnBW etwa kritisiert ein geplantes Schnellladegesetz. Damit soll ein flächendeckender, über den aktuellen Bedarf hinausgehender Ausbau von öffentlich zugänglichen Schnellladepunkten gewährleistet werden – über ein staatliches Ausschreibungssystem. Eine Förderung geht aus Sicht der EnBW aber zulasten der Anbieter, die schon Schnellladepunkte betrieben. Und wenn die Bundesregierung ihre Förderung an Preisobergrenzen für Ladevorgänge koppele, führe das «zu einem ruinösen Wettbewerb für die Bestandsinfrastruktur», argumentierte das Unternehmen in einem Schreiben, das der «Welt am Sonntag» vorlag.

Knatsch gibt es auch an anderer Stelle. Es geht um die Frage: Was passiert, wenn in ein paar Jahren Millionen von E-Autos gleichzeitig abends privat in der Garage geladen werden? Ziel ist eine bessere Steuerung der Stromnetze, damit diese nicht überlastet werden.

Einem Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium zufolge sollten Stromanbieter quasi eine Zwangsladepause verordnen können, wenn eine Überlastung des Netzes drohen würde. VDA-Präsidentin Müller kritisierte in der «Welt am Sonntag»: «Was Spitzenglättung genannt wird, bedeutet für die Kunden leider Abschalten.» Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zog den Entwurf zurück, weil dieser nicht seine Billigung habe. Er lege «größten Wert» darauf, dass der Hochlauf der E-Mobilität schnell und für alle Beteiligten verlässlich erfolge.

Das wiederum brachte die Energiewirtschaft auf die Palme. Die BDEW-Chefin Kerstin Andreae schimpfte, es werde ohne Not eine «Reichweiten-Angst» herbeigeredet. Es sei klug, in einem kurzen Zeitfenster die Ladeleistung an die aktuelle Situation im jeweiligen Stromverteilnetz anzupassen. «Dass das dazu führen könnte, dass ein E-Autofahrer nur aufgrund dieses zeitlich eng begrenzten Eingriffs mit leerer Batterie dasteht, ist ein konstruiertes Beispiel.»

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Na besmettingen en opnames beginnen nu ook de overlijdens te stijgen

Niet alleen het aantal besmettingen met het coronavirus en de ziekenhuisopnames blijven toenemen, maar ook het aantal overlijdens stijgt opnieuw. Dat blijkt vandaag uit de meest recente cijfers van gezondheidsinstituut Sciensano.

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De derde golf komt te vroeg, de vaccins te laat: ‘We hadden onszelf veel ellende kunnen besparen’

De ziekenhuizen maken zich op voor een derde golf van het coronavirus. De vaccinaties die al gebeurden, zullen in dat geval de druk op de ziekenhuizen niet verlichten. ‘De derde golf komt te vroeg, of de vaccinaties te laat.’

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